News
Bologna-Proteste: Für ein freies, gehaltvolles Uni- und Lehramtsstudium
Die UGÖD (Unabhängige GewerkschafterInnen im Öffentlichen Dienst) und die ÖLI-UG unterstützen die Proteste für ein freies und befreiendes Uni- und Lehramtsstudium am 10. und 11. März in Linz und Wien.
Wer geglaubt hat, dass die StudentInnen die Bologna-Krot schon schlucken werden und ihren Protest aufgeben, der irrt. In Linz (10. März) und Wien (11. - 14. März) finden Protestkundgebungen gegen den Bologna-Prozess statt. Anstelle von verschulten Studien fordern die StudentInnen, die Lehreenden, die UGÖD und die ÖLI-UG und eine Reihe von NGOs freie Bildung und soziale Gerechtigkeit für eine freie Gesellschaft. UGÖD-Presseaussendung,
In Linz beginnt's
Die Proteste beginnen in Linz am 10. März ab 13 Uhr am Hauptplatz. Motto: Gegen 10 Jahre Bologna-Prozess und die Ökonomisierung aller Lebensbereiche". Im Protestcamp mit Kulturprogramm treten unter anderem Hubsi Kramer und eine Überraschungsband auf. Die Proteste werden von den StudentInnen und den Lehrenden der UNI Linz getragen.
Wien: Protestkundgebung ab 15 Uhr beim Westbahnhof
Unter dem Motto "Bologna burns!" laden die StudentInnen der Uni Wien zu einer Gegenveranstaltung zu den 10 Jahres-Feiern der EU-UnterrichtministerInnen vom 11. bis 13. März in Wien. Nach wie vor geht es um eine freie und demokratische Bildung statt von oben verordneter und "effizienter" Industrieabfertigung von StudentInnen an Unis und Hochschulen. Zur Infopage: bolognaburns.org
Salzburg: Treffpunkt, 11.3., 11 Uhr 15, Hauptbahnhof http://www.unibrennt-salzburg.org/2010/03/07/bologna-burns-auch-in-salzburg/
Die ÖLI-UG und die UGÖD rufen zur Teilnahme auf.
Download Flugblatt vorne
Bologna-Proteste.
Unabhängige GewerkschafterInnen in der GÖD solidarisch mit den Studierenden, Lehrenden, Forschenden und allen Beschäftigten - für menschenwürdige Arbeitsbedingungen an den Universitäten - europaweit, weltweit.
Utl: UGÖD fordert europäische Bildungs- und Forschungsmilliarden statt Bankenpaketen und Steuerprivilegien für Kapitalvermögen und Finanzspekulation.
Bildung für alle in allem und Freiheit der Forschung und Lehre sind Menschenrechte.
Demokratische Reformansätze scheitern an der Ausrichtung der Bildungs- und Forschungseinrichtungen, an den Profitinteressen des europäischen Finanzkapitals, das Standortvorteile europäischer Konzerne im globalen Wirtschaftskrieg um Absatz- und Anlagemärkte ausbauen will - auf Kosten unserer Lebensqualität und unserer Zukunft.
Demokratische Reformansätze scheitern an einer zum Dogma erhobenen Marktorientierung, die von den europäischen Regierungen mitgetragen wird, die Bedürfnisse der Studierenden, Lehrenden und Forschenden gering schätzt und mit chronischer Unterdotierung und dem Zwang zur Drittmittelfinanzierung die für autonom erklärten Universitäten direkt an Wirtschaftsinteressen ausliefert.
Ein demokratisch und sozial verfasster Bildungsraum Europa ist noch nicht in Sicht. Die Krise hat die politisch und wirtschaftlich Mächtigen noch nicht zum Umdenken gebracht, aber immer mehr Betroffene zum gemeinsamen Protest.
Block Bologna! Das Aushungern der Staatshaushalte, insbesondere auch der Bildungs- und Sozialbudgets durch die unverminderte Umverteilung gesellschaftlichen Reichtums von unten nach oben muss gestoppt werden. Von unten. Von den betroffenen Menschen.
Gemeinsam dem Bildungs- und Sozialabbau entgegentreten!
Die Unabhängigen GewerkschafterInnen der UGÖD fordern und unterstützen Initiativen von ÖGB und EGB
- für die nachhaltig-ausreichende finanzielle Ausstattung der Universitäten und aller Bildungseinrichtungen durch die öffentliche Hand,
- für die Interessen der Studierenden, Forschenden und Lehrenden,
- für das demokratische Recht aller Menschen auf Bildung und Ausbildung:
Her mit dem europäischen Konjunkturpaket Bildung, Soziales und öffentliche Dienste!
Für die Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD
Reinhart Sellner
Beate Neunteufel-Zechner
www.ug-oegb.at/ugoed/

